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Altes Forstamt im Teutoburger Wald in Altenbeken

Am heutigen Tag des offenen Denkmal hatte ich Gelegenheit Haus und Hof der Familie Wichert im alten Forstamt in Altenbeken-Durbeke zu besuchen.

Dazu ein paar Bilder in meinem Fotoalbum:

Altes Forstamt in Altenbeken

Die Gartenseite

Die Gartenseite

Über eine eigene, sehr liebevoll und informativ gestaltete Webseite erreicht man Kristin Wichert und kann dort ebenfalls zum Beispiel direkt auf dem Anwesen vorhandene Ferienwohnungen buchen.

Auch als Drehort für historische Filmszenen zur 2014er DVD „Paderborn – Der Dokufilm“ hat das Anwesen bereits gedient.

Und auch der bekannte Fernsehkoch Horst Lichter hat das Anwesen der Familie Wichert im Jahr 2012 besucht und dort im Rahmen einer Folge seiner Sendung „Lichters Schnitzeljagd“ gekocht. Erster Ausstrahlungstermin der Sendung des WDR war der 16.03.2012, 21.00 Uhr.

Anfahrt:

Weitere Informationen zu diesem geschichtsträchtigen Ort

Wissenswertes zur Geschichte des ehemaligen Forstamtes:

Hochstift

Hochstift bzw. Fürstbistum:
– bis 1803 ein geistliches Territorium, in dem die
staatliche Souveränität von einem Bischof als
Landesfürsten, dem Fürstbischof, ausgeübt wurde
• Hochstift Paderborn:
– heutige Kreise Höxter und Paderborn
– durch die Egge getrennt:
– östlich Oberwaldischer Distrikt
– westlich Unterwaldischer Distrikt

Staatswald

– 1801: Hochstift wird durch Pariser Vertrag dem Königreich Preußen zugesprochen
– 1802: preußische Truppen besetzten das Fürstbistum Paderborn
– 1803: Reichdeputationshauptausschuss, das Fürstbistum fiel als Entschädigungsland an Preußen
– 28.000 ha Staatswald:
– Bis 1803 geistliches Eigentum, Domkapitel PB und Kloster Böddeken
– Wälder seitdem durch Säkularisation Staatsbesitz
Verwaltung nach 1803 zunächst von Schloß Neuhaus
• 1820 Oberförstereien Oberförstereien Altenbeken, Neuenheerse, Hardehausen, Wünnenberg und Böddeken
• Letzter Fürstbischof Franz Egon von Fürstenberg (1789
bis 1802): „Fichtenfan“; Substitution von Ei für Bauholz;
Hochstift sollte bzgl. Holz autark sein
• viele Holzberechtigungen, Entnahme „unfruchtbares
Holz“ (Es, Ah, Hbu, Wie, Bi, Pa, Ul) => Aufforstung mit Fi
• 1785: Hochstift Paderborn 95 Glashütten
auch: Kalköfen, Eisenhütten

Kommunalwald

1815 Wiener Kongreß => Rheinland + Westfalen wurden Preußen zugesprochen
• Preußen strebte einheitliche Regelungen für Gemeindewaldungen an
• Erste Verordnung 1816:
– Genehmigte Jahresetats (Wirtschaftspläne)
– Administration durch ausgebildete Forstleute
– Genehmigung außerordentlicher Holzeinschläge Rodungen und Verkäufe
wesentliche Betriebssteuerungselemente bis heute

Einrichtung von Forstämtern „kommunale Oberförstereien“, Dienstanweisung 1830
=> Betriebsleitung durch einen kommunalen Beamten
• 1857: Verordnung zu Forstamtsverband
– Größere Einflußnahme der Gemeinden;
Deputiertenversammlung
• 1961: Gesetz über kommunale Gemeinschaftsarbeit:
 Forstamtsverband Kreis Höxter + Forstamtsverband Kreis Warburg
• Landesforstgesetz 1970:
– Auflösung des Gemeindeforstamtes Höxter und Integration der 7 Städte in das staatliche Forstamt Bad Driburg
– Gemeindeforstamt Willebadessen blieb bis heute bestehen (Altkreise Warburg, Paderborn, Büren)

Quelle: Landesbetrieb Land und Holz NRW

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